Donnerstag, 21. Juli 2016

Helenes Grabstein

Liebe Schriftinteressierte,

dass Handschrift etwas Persönliches ausdrückt, könnt ihr an den vielen Beispielen auf unserem Blog sehen. Vor allem verwenden wir die Schrift für Glückwünsche, Geschenke, Textgestaltung usw.

Es gibt aber auch Möglichkeiten für besondere Anwendungen. Wir haben an dieser Stelle bereits mitgeteilt, dass Helene Weindler aus unserer Gruppe im Februar dieses Jahres leider verstorben ist. Die Traueranzeige schrieb Brigitte Herrneder mit der Hand. 


Unsere Julia Dietrich begann 2009 mit ihrem ersten Kurs in Kalligrafie, als sie gerade in der Ausbildung zur Steinmetzin war. Mittlerweile darf sie sich nach Abschluss der Meisterschule in München Steinbildhauermeisterin nennen (julia-dietrich.com). Sie bekam von Helenes Hinterbliebenen den Auftrag, einen Stein zum Gedenken auf dem Grab zu setzen. Den Namenszug übernahm sie aus der Traueranzeige und schlug ihn in Stein:



Helene selbst war vielseitig begabt. Sie schrieb, malte und zeichnete nicht nur, sondern arbeitete auch mit Materialien wie z. B. Ton. Für das Grab ihrer Familie entwarf sie schon in den Neunziger Jahren eine Skulptur. Sie nannte ihn den „Weg zum Kreuz“ (der Weg ist dabei ausgespart und auf dem Foto erscheint er grün aufgrund des Hintergrundes). Das Künstlerpaar Hanna Regina Uber und Robert Diem (kunstprojekt-net.de), die mittlerweile in Amberg und Umgebung durch ihre Projekte sehr bekannt sind, gossen damals den Entwurf in Bronze. Der Grabstein wurde dann passend dazu ausgewählt und bearbeitet.


So kommen hier die verschiedenen persönlichen Gestaltungen auf dem Grab wunderbar zu einem stimmigen Ganzen zusammen.

Bis bald
Die Schriftkünstler





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